Merchant API kommt zu Google Ads Scripts: Feed und Kampagnen an einem Ort

Kurz gesagt: Seit dem 22. April 2026 ist die Merchant API direkt aus Google Ads Scripts erreichbar. Feed und Kampagnen leben endlich in einer Laufzeit. Ein Script liest Merchant-Center-Daten und reagiert darauf. Ein abgelehntes Produkt fliegt aus der PMax-Listing-Gruppe, ein ausverkaufter Artikel pausiert seine Asset-Gruppe. Automatisch, ohne externen Kleber zwischen zwei Systemen.

Ich schreibe Google Ads Scripts seit 2015, als ich ppc-scripts.eu gestartet habe. Und all die Jahre stand mitten in jedem Shopping-Setup dieselbe Mauer. Kampagnen lebten in Scripts, der Feed ganz woanders, und alles, was beides brauchte, hieß Klebeband. Am 22. April 2026 hat Google diese Mauer eingerissen. Die Merchant API ist jetzt direkt aus Google Ads Scripts erreichbar.

Was sich geändert hat

Ein Script kann jetzt Merchant-Center-Daten lesen und in derselben Google-Ads-Laufzeit darauf reagieren. Nimm dazu product_filters (bedingtes Teilen des Feeds mit Google Ads, ausgeliefert im November 2025) und der Kreis zwischen Feed-Zustand und Werbeausgaben schließt sich endlich in einer einzigen Umgebung.

Warum das wichtig ist

Die Trennung erzwang früher umständliche Umwege. Ein Feed-Problem wurde im einen System erkannt. Die Kampagnenreaktion feuerte im anderen. Dazwischen saß externe Infrastruktur, ein Cron-Job, ein Server, Zugangsdaten, alles in deiner Verantwortung. In zwölf Jahren auf der Google Ads API habe ich mehr von diesem Klebstoff gebaut, als mir lieb ist. Jetzt sitzt die Reaktion dort, wo du die Kampagne ohnehin schon steuerst.

Der naheliegende Gewinn ist eine Leitplanke im geschlossenen Regelkreis. Ein Produkt wird im Merchant Center abgelehnt, und dasselbe Script entfernt es aus der PMax-Listing-Gruppe oder kürzt sein Budget. Automatisch, ohne dass ein Mensch eingreift.

Wie du es automatisierst

Beginn mit dem Feed-Ereignis, das dich heute von Hand am meisten schmerzt, und koppel es an eine Kampagnenaktion:

  • Ablehnung → Ausschluss. Eine SKU verliert die Freigabe, also entferne sie aus der betreffenden Listing-Gruppe. Das Budget jagt keinem unverkäuflichen Produkt mehr hinterher.
  • Nicht vorrätig → pausieren. Der Bestand fällt im Feed auf null, also pausiere die Asset-Gruppe, die ihn zeigt, oder senke ihr Gebot.
  • Preisänderung → Gebot prüfen. Ein Preisupdate frisst die Marge, also markiere das Produkt für eine Gebotsüberprüfung.

Genau diese domänenübergreifende Logik brauchte früher zwei Systeme und einen Cron-Job dazwischen. Jetzt ist es ein einziges Script, das nach Googles eigenem Zeitplan läuft, ohne externe Infrastruktur zu pflegen und ohne Secrets zwischen Umgebungen weiterzureichen. Fang mit einem Ereignis und einer Aktion an. Vergewissere dich, dass die Reaktion greift, und binde dann erst die nächste an.

Für den größeren Zusammenhang von Googles zusammenwachsenden Ads- und Merchant-APIs lies unseren Google-API-Jahresrückblick.

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